Rückblick 4 – Der Rückweg

Der Weg gen Heimat führte uns am 7. Juni am Norden von Hiddensee vorbei (mit einem grandiosen Blick auf den Dornbusch) in Richtung Dänemark.

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Bei schönem Wetter und klarer Sicht konnten wir die Kadetrinne passieren. Hier hat sich wieder einmal das passive AIS bewährt. Es ist ohne diese Hilfe ziemlich schwer, die Geschwindigkeit und kleinere Kurswechsel der großen Pötte abzuschätzen. Mit dem AIS hat man das alles im Blick und bekommt auch Hinweise, wie nahe das Boot dem einen oder anderen Frachter kommt. So kann man rechtzeitig reagieren und durch kleine Kursänderungen den Abstand vergrößern. Am späten Nachmittag erreichten wir dann Hesnæs. Es war kein Problem dort einen Platz zu bekommen. Interessant war es, den Schwimmbagger zu beobachten, der mit der Vertiefung der Hafeneinfahrt beschäftigt war. Erstaunlich, was für Mengen von Schlick und Sand da herausgeholt wurden.

Nach einem Faulenztag in Hesnæs ging es am 9. Juni bei bedecktem und windigem Wetter in den Grønsund. Wir mußten zwar gegenankreuzen, was aber bei stetigen 10-15 Knoten richtig Spaß machte. Am Nachmittag klarte der Himmel auf, was auch zu einem Einschlafen des Windes führte. So mußten wir zeitweise motoren. Gegen Abend konnten wir aber wieder Segel setzen, um einen Hafen anzusteuern, der bisher immer links oder rechts liegengelassen wurde: Karrebæksminde. Und – es hat sich gelohnt. Man fährt ein kurzes Stück die Flußmündung hinauf, um dann nach Backbord in die recht neue Marina Søfronten abzubiegen. Dabei ist auf die recht starke Strömung des Flusses zu achten! Und nochmal Achtung: In der Marina wird nicht nach Länge, sondern nach Breite abgerechnet. Soweit ok… Als wir in einer schön breiten Box festgemacht hatten, stellten wir fest, daß es um die Boxenbreite und nicht um die Breite des Bootes ging! Deshalb hängt in jeder Box ein Schild, das über die Boxenbreite Auskunft gibt. Naja, egal, dann hat die Übernachtung in einer über 4 Meter breiten Box halt ein wenig mehr gekostet.

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Der Ortskern von Karrebæksminde ist sehr hyggelig. Dominiert wird alles von der Klappbrücke, die stündlich öffnet. Oberhalb der Brücke reihen sich auf beiden Seiten niedliche Häuser am Ufer auf. Das Drumherum ist allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig. Hier geht der Ort nahtlos in eine große Feriensiedlung über, mit Ferienhäusern, Restaurants usw.

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Der Rest des Rückweg ist schnell erklärt. Am nächsten Tag konnten wir bei teils kräftigem Wind um die Nordspitze von Langeland segeln und liefen gegen Abend in Thurø Bund ein, wo wir eine traumhafte Ankernacht verbringen konnten. Weiter ging es am 11. Juni nach Søby und am folgenden Tag wieder nach Kiel.

Das war es jetzt mit den Nachträgen zu unserem Sommertörn 2013. Es lief nicht alles wie geplant. Und das war gut so. Es ist gar nicht nötig, einen Törn minutiös mit allen Schlägen vorab zu planen. Der große Unsicherheitsfaktor bei jeder Planung bleibt das Wetter, das einen, während man unterwegs ist, zu der einen oder anderen Planänderung zwingt. Mal sind es nur geringe Anpassungen, mal wird die ganze Planung über den Haufen geworfen. Aber das hat auch sein Gutes: Wir hätten so schöne Flecken wie Seedorf, Gustow oder Vitte verpasst…

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