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1775 Seemeilen
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61 Seetage
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36 Hafentage
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56 Häfen
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4 Ankerplätze
Was sich hinter diesen kalten Zahlen verbirgt, ist ein unvergessliches Vierteljahr auf der Ostsee. Die Anzahl der Eindrücke, die wir mitgenommen haben, ist so hoch, daß wir selbst ab und zu die Blogeinträge durchblättern, um uns zu vergegenwärtigen, wann wir was wo erlebt haben.
Wenn wir gefragt werden, wo es denn am schönsten war, dann fällt die Antwort schwer. Es gab viele “schönste” Orte – jeder auf seine Art. Seien es die Stadthäfen wie Göteborg, Stockholm oder Tallinn, die schwedischen Kanäle und Seen, die Schärenwelt in Schweden und Finnland, die eher sanften Küsten des Baltikums, die Inseln wie Gotland, Öland oder Hanö usw. usw…. alles hatte seinen ganz besonderen Reiz, alles war auf seine Weise schön. Gleiches gilt für die Menschen, die wir unterwegs kennengelernt haben.
Viele der Reviere konnten wir nur “durchfahren”, um unseren Zeitplan einhalten zu können. Dabei lohnt es sich, allein dort einen vollständigen Segelurlaub zu verbringen.
Das Wetter hat es fast während des gesamten Törns gut mit uns gemeint. Von Göteborg bis ins Baltikum war der Sommer mit schönem Wetter unser Begleiter. Mit Staunen und Mitleid haben wir die Wettermeldungen aus der südlichen und westlichen Ostsee gesehen. Während dort Wind, Regen und kühle Temperaturen nicht wirklich Sommergefühle aufkommen ließen, konnten wir den Hochsommer in Finnland mit fast mittelmeerähnlichen Luft- und Wassertemparaturen genießen (was die Finnen aber nicht davon abhielt, bei über 30° C Lufttemparatur trotzdem in die Sauna zu gehen…). Was für ein Glück hatten wir!!!
Wir haben viele unterschiedliche Menschen und Kulturen kennengelernt. Die einen offen und entgegenkommend, die anderen eher verschlossen und abwartend. Spannend war es auf jeden Fall, die Lebensweise der Menschen rund um die Ostsee kennzulernen. Und da waren die Segler, die man unterwegs kennenlernte und mit denen man aufgrund der ähnlichen Route große Strecken gemeinsam zurücklegte. Sei es die Schweizer Ovni mit Namen Marika, mit der wir gemeinsam von Göteborg in den Vänern fuhren, oder Henrik und Dorte mit ihrer Filippa, die mit uns von Dirhami bis Ventspils das Baltikum durchquerten, oder Werner und Rita mit ihrer Windeck, die wir im dichten Nebel südlich von Kalmar “trafen” und mit denen wir die Rückfahrt gen Heimat bis nach Fehmarn gemeinsam machten.
Es sind Unmengen von Fotos und Filmmaterial entstanden. Ob dieser Winter ausreicht, und das alles aufzubereiten?
Würden wir einen solchen Törn wieder machen? Natürlich! Wenn sich wieder einmal die Gelegenheit ergibt, über eine längeren Zeitraum freizunehmen, sind wir wieder unterwegs! Wohin? Gute Frage… vielleicht ins Baltikum (die Rigaer Bucht hatten wir in diesem Jahr ausfallen lassen müssen)? Oder in die schwedischen Ostschären mit Gotland und Öland? Oder in die Alands und in die Turku-Schären? Oder nach Haparanda oder nach St. Petersburg? Es gibt noch viele lohnende Ziele in unserem “Hausmeer”, der Ostsee. Dieses Gewässer sieht auf der Weltkarte so klein aus, aber es bietet eine Vielfältigkeit und Abwechslung, die ihresgleichen sucht. Und ein Seglerleben reicht kaum aus, um alle Ecken zu erkunden.
Und was kommt in 2012? Nach dem Streckemachen in diesem Jahr wollen wir es im nächsten Jahr ruhiger angehen lassen. Die möglichen Ziele befinden sich eher in der Nähe. Vielleicht geht es in die Lübecker Bucht und nach Meck-Pomm? Oder rund Seeland? Wir werden uns einfach von Wind und Wetter treiben lassen, kleine Schläge machen und die Zeit auf dem Boot genießen. In der Hoffnung, daß der nächste Sommer seine Bezeichnung verdient.
Allen treuen Lesern unseres Blogs danken wir für die Begleitung auf unserer Tour. Wir hoffen, daß wir auf diesem Wege ein wenig der Begeisterung und des Glücks vermitteln konnten. Wir werden diesen Blog auf jeden Fall weiterführen und auch von unserern nächsten Törns berichten.
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