Von Friedrich, 16. Juni 2010, 00:11 Uhr

Nach dem doch langen Aufenthalt in Warnemünde sind wir unserem Ziel – Bornholm – jetzt doch ein gutes Stück näher gekommen. Gestern haben wir den langen Schlag bis Rügen hinter uns gebracht und haben zwischen Rügen und Hiddensee (südöstlich des Gehlen Leuchtturms) geankert. Der Wind hat die ganze Nacht nicht wirklich nachgelassen und hat uns heute dann auch zügig um Rügens Norden herum, am Kap Arkona vorbei, in den Hafen von Lohme gebracht. Von hier aus wollen wir morgen gen Bornholm starten.

Lohme ist idyllisch, weil es direkt unterhalb der Steilküste liegt. In den Ort kommt man über eine Treppe mit was-weiß-ich-wievielen Stufen. Hier kann man es gut aushalten, wenn man Ruhe sucht. Außerdem war es heute der erste Tag, an dem es warm genug war, um draußen das Abendbrot zu genießen.

Vorurteile gegen Charterer.

Die haben wir eigentlich nicht, doch heute mußten wir ein Anlegemanöver bei Seitenwind beobachten, das den kompletten Leitfaden „So macht man’s nicht!“ gefüllt hätte. Die Aktion hat knapp eine halbe Stunde gedauert, und zum Schluß waren insgesamt sieben Leute daran beteiligt (an Bord waren nur zwei). Irgendwie sah es doch etwas hilflos aus, wie die beiden sich bemühten, in die Box zu kommen und dann – nachdem sie es verpasst hatten, die Heckleinen über die Pfähle zu werfen – verzweifelt versuchten, das Boot wieder so auszurichten, daß sie die Pfähle überhaupt erreichen konnten. Stattdessen trieben sie immer wieder zum Nachbarn herüber, der mit offensichtlich steigender Nervosität immer mehr Fender an der Reling anbrachte. Irgendwann hat es dann doch geklappt… Großes Hafenkino!!! Ich habe mich echt beherrschen müssen, um nicht die Kamera rauszuholen und das alles zu filmen. ;-)

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